Neuer Ausschuss International tagte erstmals

Nachdem die Vollversammlung der IHK Arnsberg am 22. April 2021 erstmals die Gründung eines Ausschusses International beschlossen hat, fand am 25. August die erste Sitzung des neuen Gremiums bei dem Unternehmen KettenWulf in Eslohe-Kückelheim statt. Gründungsmitglieder sind sieben Persönlichkeiten aus der Region.

Vorsitzende des Ausschusses ist Julia Wulf, Geschäftsführende Gesellschafterin der KettenWulf Betriebs GmbH. Mit ihr komplettieren Willo Blome (SKS metaplast Scheffer-Klute GmbH), Christoph Dahlmann (A.L.S. Allgemeine Land- und Seespedition GmbH), Enrico Eppner (Bürgermeister Stadt Hallenberg), Andreas Giebel (Presspart GmbH & Co. KG), Sabine Meissner-Schulz (burgbad GmbH) und Friedrich Schmitz (Schmitz u. Söhne GmbH) derzeit den Fachausschuss.

In der konstituierenden Sitzung standen das gegenseitige Kennenlernen sowie der Austausch über die Ziele des Ausschusses im Vordergrund. Zu Beginn wurde den Mitgliedern die Firma KettenWulf Betriebs GmbH durch eine Präsentation und einen Betriebsbesuch vorgestellt. Das 1925 gegründete Unternehmen ist weltweit führender Hersteller von Förderketten, Antriebsketten sowie Kettenrädern und beschäftigt mehr als 1400 Mitarbeiter. Die Produkte werden an mehr als zehn Produktions- und Vertriebsstandorten in Europa, Amerika und Asien entwickelt, produziert und vertrieben.

Anschließend stellte Wulf-Christian Ehrich, Fachpolitische Sprecher für den Bereich Außenwirtschaft der 16 Industrie- und Handelskammern in NRW, die Neuordnung der Außenwirtschaftsförderung vor. Die Weltwirtschaft werde sich laut Konjunkturumfrage in den kommenden zwölf Monaten erholen. Die Zunahme von Handelshemmnissen erschwerten bei fast jedem zweiten Unternehmen das Auslandsgeschäft. Hierzu zählte Ehrich verstärkte Sicherheitsanforderungen, lokale Zertifizierungsanforderungen, Sanktionen der einzelnen Länder und sonstiges.

Jens Bürger, Mitarbeiter des Fachbereichs International bei der IHK Arnsberg, informierte über aktuelle Zollthemen. Der Rat der EU und das EU-Parlament haben sich auf neue Exportregeln für Dual-Use Güter geeinigt. Diese trat am 9. September in Kraft. Bürger berichtete zudem über die Entwicklungen bei Ursprungszeugnissen und Bescheinigungen. Die IHK Arnsberg verzeichnete im 2. Quartal 2020 zum ersten Mal mehr elektronische als Print-Ursprungszeugnisse. Das erst Anfang 2020 eingeführte neue Online-Verfahren sei zur richtigen Zeit erschienen, half es doch die Pandemie-bedingten Hürden zu überbrücken. Jens Bürger warb noch einmal für das neue Verfahren: Das System wirke sich kostensenkend aus, da Signaturkarten nicht mehr erforderlich sind. Die Mitarbeiter können sich per E-Mail und Passwort anmelden und die Dokumente sowohl aus dem Unternehmen als auch aus dem Homeoffice elektronisch beantragen.

IHK-Geschäftsbereichsleiter Stefan Severin stellte dem Gremium die Ergebnisse einer Blitzbefragung zur Knappheit von Rohstoffen und Vorprodukten vor. 232 Unternehmen aller Branchen hatten sich beteiligt, 80 Prozent von Ihnen gaben an, von den Engpässen betroffen zu sein. Der knappste Rohstoff ist derzeit Stahl (von 44 % der Unternehmen genannt), gefolgt von Kunststoff und Holz (jeweils 33 %). Die genannten Gründe sind die gestiegene Nachfrage (49 %), Produktionsausfälle bei Zulieferern und (43 %) und Probleme beim Transport (38 %). In den meisten Fällen (65 %) werden die die Preiserhöhungen an die Kunden weitergegeben. Weitere Maßnahmen sind die Suche nach neuen oder zusätzlichen Lieferanten (57 %) sowie die Erhöhung der Lagerhaltung (52 %). Beim anschließenden Austausch standen vor allem die extrem gestiegenen Preise für Containerfrachten im Vordergrund.

Der Ausschuss wird sich zwei- bis dreimal im Jahr treffen.


 

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Stefan Severin
Dipl.-Volkswirt
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