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INHALT:

gestiegen, was einem Zuwachs von 48 Verträgen entspricht. Nach der Neuordnung der Ausbildungsberufe im Jahr 2022 ist eine Verlagerung von Hotelfachleuten hin zu Fachleuten für Restaurant- und Veranstaltungsgastronomie (ehemals Restaurantfachleute) und Fachkräften für Gastronomie (ehemals Fachkraft im Gastgewerbe) erkennbar. Besonders erfreulich ist der Anstieg der Ausbildungsverhältnisse im Beruf Koch, der nach einer Durststrecke bei der Bewerbernachfrage in diesem Jahr von 45 im Jahr 2023 auf 63 gestiegen ist, was einem Zuwachs von 40 Prozent entspricht. Dies ist auch dringend notwendig, um den Fachkräftemangel in diesem Beruf in den nächsten Jahren nicht weiter zu verschärfen. Elektroberufe mit stetigem Zuwachs Die anspruchsvolle Ausbildung im Bereich Elektrotechnik wächst kontinuierlich. Die Berufe Elektroniker für Automatisierungstechnik, Elektroniker für Betriebstechnik und Elektroniker für Geräte und Systeme haben alle zugelegt, insbesondere die Betriebstechnik mit einem Zuwachs von rund 20 Prozent oder zwölf zusätzlichen Ausbildungsverträgen im Vergleich zum Vorjahr. Dies zeigt, dass der Bereich Elektrotechnik nicht nur in Deutschland insgesamt, sondern auch in der Region an Bedeutung gewinnt. Dies ist, angesichts der steigenden Herausforderungen der Digitalisierung und Elektrifizierung in den Industrieunternehmen, wenig überraschend. Verarbeitende Berufe unter Druck Die Situation in den Holz- und Metallberufen entwickelt sich genau entgegengesetzt. Hier kommt es insgesamt zu einem deutlichen Rückgang. Besonders stark betroffen ist der Beruf

wirtschaft 03+04/2025

des Stanz- und Umformmechanikers, bei dem 2024 nur ein einziges Ausbildungsverhältnis registriert werden konnte, im Vergleich zu 20 neuen Ausbildungsverträgen pro Jahr zuvor. Auch in der Gießereiindustrie ist der Rückgang deutlich, da sich die Ausbildungszahlen von 2019 bis 2024 halbiert haben. Gleiches gilt für den Holzmechaniker. Bei der Ursachenanalyse zeigen sich mehrere Faktoren. Zum einen mangelt es an Bewerbern für diese Berufe. Zum anderen steht das verarbeitende Gewerbe deutlich unter Druck. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Erhalt der Produktion in der Region sind für Unternehmen, die im internationalen Wettbewerb stehen, schlecht. Vermehrte Investitionen in ausländische Standorte sind die Folge, was natürlich auch den zukünftigen Fachkräftebedarf verändert. Ausbildung auch im kaufmännischen Bereich rückläufig Auch im kaufmännischen Bereich ist die Anzahl der Ausbildungsverhältnisse rückläufig. Besonders betroffen sind die Berufe Industriekaufleute und Kaufleute für Büromanagement, bei denen die Anzahl der Ausbildungsverhältnisse mit Corona deutlich zurückgegangen ist und - anders als in anderen Berufsbereichen - weitgehend stabil geblieben ist. Insgesamt beträgt der Rückgang von 2019 bis 2024 bei den Industriekaufleuten rund 16 Prozent (37 Verträge) und bei den Bürokaufleuten 25 Prozent (41 Verträge). Im Vergleich zum Vorjahr waren die neu abgeschlossenen Verträge im letzten Jahr stabil. Stetige Verluste verzeichnen die Kaufleute im Gesundheitswesen, deren Ausbildungszahlen sich seit 2019 halbiert haben. Rückläufig ist auch die Entwicklung im Groß- und Außenhandel. Dieser hatte zwar nach der Pandemie ein Zwischenhoch mit 106 Verträgen

im Jahr 2022 erreicht, verzeichnet aber im Fünfjahrestrend einen Rückgang um insgesamt rund 24 Prozent auf nur noch 74 Verträge Ende 2024. Rückgang erst spät im Jahresverlauf erkennbar Bis Ende Mai 2024 lagen die Eintragungszahlen noch auf dem Niveau des Vorjahres. Dies lässt den Schluss zu, dass es – anders als in den Vorjahren – vielen, insbesondere kleinen Unternehmen nicht mehr gelungen ist, offene Ausbildungsplätze kurz vor dem Ausbildungsstart zu besetzen. Immerhin gab es zum 30.09.2024 noch drei Ausbildungsangebote pro Bewerber bei der Agentur für Arbeit. 2025 Abiturienten als Zielgruppe besonders ansprechen Im Jahr 2026 werden, bedingt durch die Rückkehr zu G9 in NRW, in unserem Bundesland keine Abiturienten die Gymnasien verlassen. Diese fehlen dann zusätzlich als Bewerber für Ausbildungsplätze in der Region. Daher kann es für Unternehmen mit entsprechendem Bedarf sinnvoll sein, dies schon 2025 im Blick zu haben und der Zielgruppe gegebenenfalls zusätzliche Ausbildungsangebote zu unterbreiten. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass die wenigsten Abiturienten sofort in dem Jahr in eine Ausbildung wechseln, indem sie die Schule verlassen. Hinzu kommt, dass 2026 weiterhin Abiturienten aus den Berufskollegs auf dem Ausbildungsmarkt vertreten sein werden, da es dort keine Umstellungen von G8 auf G9 gibt.

Klaus Bourdick

02931 878-121

bourdick@arnsberg.ihk.de

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