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politik
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Strompreiszonen: Bidding Zone Review nimmt Deutschland in den Blick
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ie europäische Elektrizitätbinnenmarkt-Verordnung schreibt vor, dass Gebotszonen (auch Strompreiszonen genannt) so gestaltet werden müssen, dass sie versorgungssicher sind, möglichst viele Möglichkeiten zum zonenübergreifenden Handel bieten und die größtmögliche wirtschaftliche Effizienz aufweisen. Aus diesem Grund führt die europäische Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) zusammen mit dem Verband europäischer Über-
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tragungsnetzbetreiber (ENTSO-E) und den nationalen Regulierungsbehörden regelmäßig den sogenannten „Bidding Zone Review“ (BZR) durch. In der aktuellen Überprüfung, die seit 2019 läuft, werden die Gebotszonen von Frankreich, Italien, Niederlande, Schweden und Deutschland bewertet – und der Fokus liegt auf Deutschland. Derzeit steht die Bundesrepublik mit ihrem Ansatz, eine einheitliche Gebotszone beizubehalten, alleine da. Einige europäische Länder blicken
kritisch auf Deutschland, denn eine einheitliche deutsche Gebotszone wirkt sich auch auf Nachbarstaaten aus. Das liegt auf der einen Seite an den „Ringflüssen“. Dieser Effekt tritt auf, wenn Strom aufgrund eines Netzengpasses nicht durch die ursprünglich geplante Trasse fließen kann. Um dieses Problem auszugleichen, nimmt der Strom dann eine andere Route, wobei andere Trassenabschnitte stärker belastet werden. Dazu zählen auch die Trassenabschnitte der europäischen Nachbarstaaten, was dort
wirtschaft 03+04/2025
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