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den Mittelpunkt. Die Klimaneutralität der Stromversorgung sei ein richtiger Ansatz. Bei der Wärmeerzeugung, allen voran der Prozesswärme, seien Menge und Preise der benötigten Energieträger aber noch völlig offen, so der Tenor der Unternehmerrunde. Ausgerechnet die Stahlerzeugung mit Milliarden-Subventionen klimaneutral zu fördern, führe da in die Sackgasse. Der erwähnte Marathonläufer hinkt aber nicht nur, er ist oft auch orientierungslos und läuft in die falsche Richtung. Lieferkettengesetz, EU-Taxonomie und der Green Deal, CO2-Grenzausgleich, Vorbeugung vor Entwaldung und Schutz von indigener Bevölkerung auf anderen Kontinenten – viele politische Vorgaben führten nicht nur zu überbordender
und kaum zu erfüllender Bürokratie. Sie hemmten auch den Fortschritt. „Wir setzen zu sehr auf Werte und stellen konkrete Interessen viel zu sehr hinten an“, unterstrich Treier. Deutsche Familienunternehmen seien auf anderen Kontinenten oft hoch angesehen. Sie böten gut entlohnte Arbeitsplätze und legten Wert darauf, örtliche Wirtschaft und Bevölkerung an ihrem Erfolg teilhaben zu lassen. „Das ist Teil ihrer DNA, dazu müssen sie nicht gesetzlich gezwungen werden.“ Man müsse aber auch anerkennen, dass Werte und Prioritäten in Ländern mit niedrigerem Wohlstandsniveau anders gesetzt würden. „Nachhaltigkeit wird zum Beispiel in Indien mit Lebens- und Bildungsperspektiven für weite Teile der Bevölke-
rung in Verbindung gebracht“, so ein Teilnehmer des Frühstücks. Würden Lieferanten mit aus ihrer Sicht unverständlichen oder überzogenen Nachweis- und Dokumentationspflichten überzogen, wenden sie sich lieber anderen Märkten zu. „Wir brauchen weniger Lieferregularien und mehr Freihandelsabkommen“, fasste IHKHauptgeschäftsführer Jörg Nolte das Gespräch zusammen. Das gelte auch für den Umgang mit dem US-Markt und mit vier weiteren Jahren Donald Trump.
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wirtschaft 03+04/2025
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