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Die Treibhausgasbilanz – erster Schritt auf dem Weg zum betrieblichen Klimaschutz Ob nun bei der Attraktivität als Arbeitgeber, der Auftragsvergabe, der Erfüllung gesetzlicher Anforderungen, bei Kreditkonditionen oder um Kosten zu sparen: Klimaschutz wird für Unternehmen immer bedeutsamer. Die Frage ist: Wie und womit kann man beginnen?

G

erade bei kleineren Unternehmen fehlen häufig die notwendigen Kapazitäten und das Know-how für mehr Klimaschutz. Mittel- oder langfristiges Ziel ist die Erzielung von Klimaneutralität. Der erste Schritt sollte stets eine Treibhausgasbilanzierung als Arbeitsgrundlage sein.

gelagerten Wertschöpfungskette. Datenquellen können zum Beispiel Lieferantenrechnungen oder Zählerstände sein. Darüber hinaus können auch Annahmen oder Durchschnittswerte herangezogen werden.

Der Weg zur Klimaneutralität im Betrieb

Während die benötigte Datenmenge für die ersten beiden Scopes vergleichsweise überschaubar ist und die Daten besser verfügbar sind, ist die Erfassung der Scope-3-Emissionen deutlich aufwendiger. Scope-3-Emissionen umfassen alle indirekten Emissionen, die nicht im Unternehmen, sondern in dessen Lieferkette (vorgelagert) oder durch die Nutzung der hergestellten Produkte und angebotenen Dienstleistungen (nachgelagert) entstehen. Diese umfassen unter anderem Emissionen von gekauften Waren und Dienstleistungen, aus Transportaktivitäten, aus Leasing und Franchise, aus der Nutzung von verkauften Gütern und Dienstleistungen oder auch aus der Abfallentsorgung. Scope-3-Emissionen machen in den meisten Branchen den größten Anteil an den gesamten CO2-Emissionen eines Unternehmens aus. Laut einer Erhebung der Non-Profit-Organisation Carbon Dislosure Projekt aus dem Jahr 2021 sind es im Schnitt 75

Betriebliche Klimaneutralität beginnt mit der Analyse des Ist-Zustandes und der Frage: Wie hoch sind die CO2-Emissionen und an welcher Stelle treten sie auf? Im Bereich der Messung haben sich einige Standards in der Vergangenheit herausgebildet. Das GHG-Protocol (Greenhouse Gas Protocol) ist der weltweit am häufigsten verwendete Standard, weil er auf eine Vielzahl von Organisationsformen und Ebenen angewendet werden kann. Wobei entstehen Treibhausgase? Das GHG-Protocol unterscheidet zwischen drei Umfangsbereichen, so genannten Scopes. Scope 1 sind die direkten Emissionen aus der Geschäftstätigkeit. Scope 2 sind die indirekten Emissionen von eingekaufter Energie und Scope 3 sind die indirekten Emissionen aus der vor- und nach-

wirtschaft 03+04/2025

Scope 3 ist der „Endgegner“

Prozent. Es empfiehlt sich jedoch, zunächst die Scope 1- und 2-Emissionen zu erfassen. Der Weg zur CO2-Bilanz Die Effizienzagentur NRW bietet ein kostenloses Online-Tool unter www. ecocockpit.de an. ecocockpit orientiert sich an den GHG-Bilanzierungsstandards und nutzt anerkannte Datenbanken zur Berechnung der CO2-Äquivalente. Das Tool bietet eine einfache Handhabung, eine Datenbank der Emissionsfaktoren, sowie eine übersichtliche Art der Ergebnisdarstellung. Auf dieser Basis können CO2-Treiber im Unternehmen identifiziert und konkrete Maßnahmen zur CO2-Minderung entwickelt werden. Anforderungen von Kunden oder Investoren kann so begegnet werden. Zugleich kann man so sein Unternehmen zukunfts- und wettbewerbsfähiger aufstellen. Die Effizienzagentur bietet regelmäßig Schulungen zur Treibhausgasbilanzierung mit dem ecocockpit-Tool an und berät Unternehmen beim Einstieg in das Thema.

Lars Morgenbrod

02931 878-209

morgenbrod@arnsberg.ihk.de

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