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überwiegend pessimistisch. Zwei Drittel der Unternehmen gehen von einer schwachen Nachfrage und steigenden Arbeitskosten aus. Besonders personalintensive Branchen wie das Gastgewerbe, der Einzelhandel und der Verkehrssektor stehen vor zusätzlichen Herausforderungen. „Höhere Preise infolge von gestiegenen Mindestlöhnen und Gehältern lassen sich oft schwer am Markt durchsetzen“, so Knappstein. Ebenfalls weit oben im Risikoranking bleiben die wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen. Der Wunsch eines Regierungswechsels ist auf vielen Fragebögen explizit ausformuliert. Von den zukünftig verantwortlichen Politikern fordern die Unternehmen vor allem eines: Endlich weniger Regulierungen. Die Industrie und der Großhandel blicken besonders pessimistisch in die Zukunft, während sich das Verkehrsgewerbe optimistischer zeigt. Ein Hoffnungsschimmer ist der leichte Anstieg der Exporterwartungen. Knapp mehr Unternehmen als zuvor prognostizieren eine Zunahme ihrer Ausfuhren. Allerdings bleiben geopolitische Unsicherheiten, insbesondere im Hinblick auf die wirtschaftliche Entwicklung in den USA, ein nicht zu unterschätzendes Risiko. Die schwierige Lage dämpft sowohl die Investitions-, als auch die Beschäftigungsabsichten erheblich. Nur elf Prozent der Unternehmen planen Neueinstellungen, während 29 Prozent einen Abbau vorsehen. Noch gravierender ist der Rückgang der Investitionsab-

wirtschaft 03+04/2025

sichten: 40 Prozent der Unternehmen planen, ihre Investitionen zurückzufahren. Besonders ausgeprägt ist diese Entwicklung in der Industrie und im Gastgewerbe, wo mehr als die Hälfte der Befragten Einsparungen plant. „Wenn Investitionen und Innovationen weiterhin ausbleiben, droht der Standort auf lange Sicht den Anschluss zu verlieren“, so IHK-Volkswirt Stefan Severin. Die finanzielle Situation der Unternehmen verschlechtert sich weiter. Nur noch 55 Prozent bewerten ihre Lage als unproblematisch. Eigenkapitalrückgänge (23 Prozent) sind der häufigste Risikofaktor. „Die wirtschaftliche Gesamtsituation zehrt spürbar an der Substanz der Unternehmen“, so Jörg Nolte. Ausblick: Herausforderungen und Chancen IHK-Präsident Andreas Knappstein stellt die mutmachenden Aspekte der Konjunkturumfrage heraus: „Trotz der weiterhin angespannten Lage gibt es Lichtblicke in einigen Branchen. Die Unternehmen der Region sind robust und suchen nach Wegen, den Herausforderungen aktiv zu begegnen. Mit den richtigen politischen Rahmenbedingungen und gezielten Impulsen kann es gelingen, den Standort zu stärken und neue Perspektiven für Wachstum und Beschäftigung zu schaffen.“  

40 Prozent der Unternehmen planen,

Investitionen

zurückzufahren

von Franziska Petri und Stefan Severin

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