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kurz notiert
Nachgezählt
100.000 Euro Produktionsausfälle und Maschinenschäden, die durch Stromausfälle entstehen, können in Einzelfällen schnell 100.000 Euro oder mehr kosten. Die deutsche Wirtschaft sieht sich zunehmend mit Problemen bei der Stromversorgung konfrontiert. Das zeigen Unternehmensbefragungen der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) aus dem Jahr 2024, nach denen mittlerweile fast ein Drittel der Industriebetriebe von Problemen durch Stromunterbrechungen betroffen ist. Gerade die Zahl der Stromausfälle unter drei Minuten ist zuletzt stark gestiegen. Dabei können auch kurze Störungen zu großen Einschränkungen führen. „Die Energiesituation entscheidet immer öfter darüber, ob ein Unternehmen hier oder im Ausland investiert“, warnt DIHK-Präsident Peter Adrian. „Kleine wie große Betriebe müssen sich auf eine sichere Stromversorgung verlassen können. Das gilt
Foto: bohbeh- stock.Adobe.com
vor allem für Industriebetriebe, die ihre Prozesse klimaschonend auf erneuerbare Energie umstellen und dabei verstärkt auf Strom setzen.“ Adrian mahnt
„mehr Investitionen in den Ausbau unserer Stromnetze und eine bessere Integration erneuerbarer Energien in das Netz“ an.
Helena Melnikov ist neue Hauptgeschäftsführerin der DIHK Mit dem Jahreswechsel hat Helena Melnikov die Hauptgeschäftsführung der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK) in Berlin übernommen. Die 43-jährige Volljuristin tritt damit die Nachfolge von Martin Wansleben an, der nach 23 Jahren an der Spitze der IHKDachorganisation in den Ruhestand gegangen ist. Zuvor war Melnikov bis Ende 2024 als Hauptgeschäftsführerin beim Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) tätig, wo sie seit 2021 auch dem Vorstand angehörte. Zwischen 2014 und 2021 arbeitete 4
Foto: DIHK / Werner Schuering
sie als Hauptgeschäftsführerin des Waren-Vereins der Hamburger Börse.
Melnikov übernimmt ihre Aufgabe bei der DIHK in herausfordernden Zeiten, zeigte sich zum Jahresauftakt aber überzeugt: „Wir stehen als starke Stimme der Wirtschaft genau an der richtigen Stelle, um Impulse zu setzen und Orientierung zu geben. Gemeinsam mit Ihnen können wir erreichen, dass die berechtigten Belange der Unternehmen wieder stärker in den Fokus rücken – nicht nur als Thema für Sonntagsreden, sondern in längst überfälligen Reformen, die bei den Unternehmen spürbar ankommen.“
wirtschaft 03+04/2025
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