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Frequenzen steigen: Wieder mehr Passanten in den Innenstädten

Die Anzahl der Besucher ist  ein wesentliches Indiz für die Lebendigkeit von Innenstädten. Deshalb hat die IHK Arnsberg zusammen mit den kommunalen Wirtschaftsförderungen 2018 zum vierten Mal die Passantenfrequenzen in den Innenstädten der Region erhoben. Erfreulich: In einigen Städten haben sich die Frequenzen stabilisiert beziehungsweise verbessert.

Passantenfrequenzen können als Gradmesser für die Attraktivität von Innenstädten dienen und Hinweise auf Erfolg oder Misserfolg beispielsweise von Stadtmarketingaktivitäten geben. Gerade bei der Diskussion um und die Argumentation für verkaufsoffene Sonntage können regelmäßig durchgeführte Zählungen wertvolle Dienste leisten. Gemessen wurde in den beteiligten Städten jeweils an drei von vier Samstagen im September 2018 die Stundenfrequenz zwischen 11:00 Uhr und 12:00 Uhr.

In den vergangenen Jahren war der „Puls unserer Innenstädte“ deutlich ins Holpern geraten, nicht zuletzt auch, weil nach wie vor wachsender Onlinehandel gerade den inhabergeführten, stationären Einzelhandel in innenstadtprägenden Branchen massiv unter Druck setzt. Die Studie „Vitale Innenstädte 2018“, die die IHK Arnsberg im Januar vorgestellt hat, unterstrich diese Erkenntnis.

Umso erfreulicher ist es, so IHK-Handelsreferent Stephan Britten, dass sich die Frequenzen laut der aktuellen Erhebung an einigen Standorten stabilisiert beziehungsweise  sogar erholt haben. In Zahlen heißt das: Bei der Messung hielten sich 14.900 Passanten  in den Top-Lagen der Innenstädte auf. Zwar ist damit nach wie vor  der Wert von 16.700 Passanten im Jahr 2010 (erste Messung) nicht wieder erreicht, jedoch fast die Zahlen aus 2014 (15.000 Passanten). „Es besteht also Hoffnung für Südwestfalens Innenstädte. Deutliche Frequenzzuwächse im Vergleich zur Messung 2016 konnte Lippstadt als einer der Top-Einkaufsstandorte verzeichnen, ebenso überwiegend positiv die Zahlen für Soest und Arnsberg-Neheim. Erfreulich: auch in Brilon und in Schmallenberg haben sich die Frequenzen wieder deutlich gesteigert“, sagt Stephan Britten.

Aber eines zeigt auch die  aktuelle Erhebung: Frequenz alleine sagt noch nichts über die tatsächlichen Umsätze in Handel, Gastronomie und bei Dienstleistern in einer Stadt aus. Der „Jahrhundertsommer“ 2018 zog sich bis in den Herbst, also auch den Erhebungszeitraum im September. Die Menschen genossen die Sonne auch in den Innenstädten, Plätzen, Straßen und der (Außen-)Gastronomie. „Dies hat allerdings nicht zwingend bei den Einzelhändlern die Kasse klingeln lassen“, so Stephan Britten. „Die Zahlen sind an vielen Stellen trotzdem ein positives Signal: unsere Innenstädte als ‚Gesamtkunstwerk‘ können nach wie vor die Menschen locken, aber eben nicht nur zum Shoppen.“ An diesem Punkt wird  das neue EFRE-Förderprojekt City Lab ansetzen, das die IHK Arnsberg zusammen mit Partnern aus der Region realisieren wird“, ergänzt IHK-Geschäftsbereichsleiter Thomas Frye. Dabei steht vor allem die digitale und betriebswirtschaftliche Stärkung der innenstadtrelevanten Unternehmen aus Einzelhandel, Gastronomie, Ladenhandwerk und Dienstleistern im Fokus.

 

 


Stephan Britten
Dipl.-Ing.
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Thomas Frye

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