Fotos (5): www.fotolia.de

Aus- und Weiterbildung

Neuordnungsverfahren Berufe

 

Einzelhandelsberufe

Die Ausbildungsberufe „Verkäufer/-in“ und Kaufmann/-frau im Einzelhandel“ werden zum 1. August 2017 unter Beibehaltung der bisherigen Berufsbezeichnungen modernisiert. Die Verordnung über die Berufsausbildung der Kaufleute im Einzelhandel und Verkäufer ist am 20. März 2017 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden

Beide Berufe werden dann mit neuen Ausbildungsplänen und Wahlqualifikationseinheiten an den Start gehen. Der Kaufmann/-frau im Einzelhandel wird die gestreckte Abschlussprüfung als Regelprüfinstrument behalten.

Grundlegende Veränderungen bei den Ausbildungsinhalten und Prüfungsanforderungen wird es nicht geben. Es werden einige Aktualisierungen vorgenommen, die aufgrund der veränderten Anforderungen erforderlich sind. Dazu zählen zum Beispiel die Stärkung von Kommunikations- und Beratungskompetenz sowie der Wettbewerb zwischen den Vertriebswegen und die Nutzung unterschiedlicher Vertriebswege in einem Unternehmen.

Ausgehend von einer stärkeren Verankerung von Warenkunde in der neuen Verordnung erfolgt eine intensivere Vermittlung von Warenkenntnissen in beiden Berufen nun in insgesamt 2 Warenbereichen.

Die bewährten Wahlqualifikationen wurden aktualisiert, allein „IT-Anwendungen“ wird weiterentwickelt zu „Onlinehandel“. Es bleibt ebenfalls bei der inhaltlichen und prüfungsmäßigen Verzahnung der beiden Einzelhandelsberufe. Die Prüfungsleistungen aus der Verkäuferprüfung werden bei Fortsetzung der Ausbildung im Kaufleuteberuf weiterhin angerechnet.

Für die Auszubildenden, die bereits zum 01.08.2017 eingestellt worden sind bzw. noch eingestellt werden, ist die Erstellung neuer betrieblich angepasster Ausbildungspläne notwendig. Dazu haben wir für Sie die neuen Ausbildungsrahmenpläne sowie den Entwurf der neuen Ausbildungsverordnung auf unserer Homepage (Berufe von A-Z) hinterlegt.

Vor dem 01.08.2017 begonnene Ausbildungen werden unverändert zu Ende geführt. Ein Umschreiben auf die neue Verordnung ist nicht möglich.

 

Automobilkaufmann

Der Ausbildungsberuf „Automobilkaufmann/-frau wird  zum 1. August 2017 unter Beibehaltung der bisherigen Berufsbezeichnung modernisiert. Die Verordnung über die Berufsausbildung der Automobilkaufleute ist am 3. März 2017 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht worden.

Die Modernisierung dieser Ausbildungsordnung ist notwendig, um den veränderten Anforderungen der Berufspraxis Rechnung zu tragen. Insbesondere folgende Entwicklungen erfordern es, Struktur und Anforderungen des Berufsbildes neu zu beschreiben:


• Stärkere Geschäftsprozessorientierung,
• Gestiegene Bedeutung des Bereichs Finanzdienstleistungen
  (Fahrzeugfinanzierung, Fahrzeugleasing),
• Stärkere Berücksichtigung der Fahrzeugtechnik (technische Entwicklung),
• Ausbau des Internethandels (Fahrzeuge, Zubehör) in der Branche,
• Internationalisierung des Handels (EU-Geschäft),
• Gestiegene Bedeutung der kommunikativen Kompetenz,
• Veränderte rechtliche Rahmenbedingungen (EU-Recht usw.),
• Neue Mobilitätsdienstleistungen (car-sharing usw).


Eine Zwischenprüfung wird zukünftig entfallen. Als neue Prüfungsform wurde dafür die gestreckte Abschlussprüfung eingeführt. Diese sogen. Teil 1 Prüfung (Warenwirtschafts- und Werkstattprozesse) wird Mitte des zweiten Ausbildungsjahres durchgeführt und erstreckt sich inhaltlich auf die ersten 15 Ausbildungsmonate. Das Prüfungsergebnis fließt mit 20 % in das Ergebnis der der Abschlussprüfung ein.

Für die Auszubildenden, die bereits zum 01.08.2017 eingestellt worden sind bzw. noch eingestellt werden, ist die Erstellung eines neuen betrieblich angepassten Ausbildungsplans erforderlich. Zu Ihrer Entlastung haben wir für Sie den neuen Ausbildungsrahmenplan als Grundlage für die betriebliche Anpassung sowie den Entwurf der neuen Ausbildungsverordnung auf unserer Homepage (Berufe von A-Z) hinterlegt.

Bei der Ausbildungsplanung sollte berücksichtigt werden, dass nur in Ausnahmefällen von der im Ausbildungsrahmenplan vorgegebenen Organisation abgewichen werden darf.
Vor dem 01.08.2017 begonnene Ausbildungen werden unverändert zu Ende geführt. Ein Umschreiben auf die neue Verordnung ist nicht möglich.

Ihr Ansprechpartner

im Hochsauerlandkreis


Constanze Nehring
Diplomsportlehrerin
Tel:02931 878-122
Fax:02931 878-249
E-Mail

im Kreis Soest


Ulrich Coppius
Dipl.-Verww.
Tel:02931 878-160
Fax:02931 878-249
E-Mail